Tag 1 Wie alles began
Ein altes Sprichwort sagt: wer suchet, der findet. Ich suche einen neuen Beruf, also werde ich ihn im Rahmen einer dreiwöchigen Berufsfindungsmaßnahme auch finden. So der Plan. Drei Wochen mit Beratungsgesprächen, Tests, Arbeitserprobungen. Heute gehts also los. Der Start ist holprig. Ich scheitere bereits am Fahrkartenautomaten. Der Button für die benötigte Wochenkarte ist einfach nicht da. Weg, oder vielleicht einfach im nicht-sichtbaren Bereich. Es hilft nichts, ich kaufe erstmal ne Tageskarte, will ja nicht gleich am ersten Tag negativ durch Zuspätkommen auffallen (lieber erst am zweiten ;) ).
Pünktlich um 10 finde ich mich also ein im neuen "Klassenraum", den ich mir jetzt mit 11 anderen Personen teile. Ein Namensschildchen weist mir meinen Platz zu, eine Begrüßungsmappe voll mit Informationen liegt auch parat. Zwei Arbeitsleiter begrüßen uns, stellen sich vor und geben einen groben Überblick. Dann stellen wir uns selbst vor, einer nach dem anderen. Und da beginnt das Elend, merkt man jetzt doch mit was für Gestalten man hier in einer Gruppe ist. Die Bandbreite reicht von arbeitsunfähigen Krankenschwestern, die die Art und Umstände ihres Ausscheidens aus dem Berufsleben en detail schildern müssen. Und natürlich gibt es keine Eieruhr oder Buzzer, die dem ganzen Einhalt gebieten würden. Die Kandidaten mit zig abgebrochenen Ausbildungen, der arbeitsunfähige Gas-Wasser-Scheiße Fachmann und ein mathematikunfähiger Möchtegern Immobilienkaufmann machen das Ganze nicht besser. Weiteratmen und die Augen bloß nicht öffentlich verdrehen. Nach gefühlt einer Stunde wird dann über ein äußerst heiteres Thema diskutiert: Die Insolvenz dieser Einrichtung (oder sollte man besser sagen Anstalt? Aber nein, ich will dem geneigten Leser noch nichts vorwegnehmen). Aha, jetzt soll ich also eine Berufsfindung mit vll. anschließenden Ausbildung in nem Laden machen, der offenbar gerade am Finanztropf hängt und kurz vorm Abnippeln steht. Ähem. Aber bevor es soweit ist fülle ich noch diverse Formulare aus. Alter, Familienstand, Ausbildung, Berufsweg, medizinische Probleme. Es ist ja nicht so, als hätte ich diese Sachen nicht bereits drei Wochen vorher ausgefüllt und dahin geschickt. Oder meinen Lebenslauf da abgegeben. Papierwahnsinn deluxe. Ich sag nur Insolvenz. Ich als alter BWLer sehe da gerade deutlichen Optimierungsbedarf. Aber das soll ja nicht meine Aufgabe sein.
Dann schließe ich mich lieber erstmal dem "Rundgang" an, nen bißchen frische Luft kann ja nicht schaden. Der endet allerdings schon bei der Kantine im Nebengebäude. Is ja auch schon 11:45, höchste Zeit fürs Essen. Die Pausen (Frühstückspause 9:30-10:00 und Mittagspause 11:45-13:00) müssen streng eingehalten werden. Gegen die kulinarische Darbietung lässt sich nichts sagen, gute Kantinenkost, gute Auswahl, jeder darf sich so viel und so oft nehmen wie er mag (ich will ja nichts sagen, aber ich sehe da schon wieder Optimierungspotential). Zurück gehts in den Raum, noch ein paar Formulare ausfüllen (wo man sich gerade warmgeschrieben hat, wer schreibt der bleibt und so). Und diese Formulare werden zu allem Ünberfluss auch noch kopiert! Was ist denn mit dem Regenwald? Insolvenz? Naja, nur so ein paar Gedanken.
Und schwups ist es fast 14:00, die Infoveranstaltungen zu den Berufen, die hier vor Ort ausgebildet werden, beginnnen. Tja, und da leider nichts Relevantes dabei ist, gehe ich einfach eigenmächtig nach Hause. Genug kostbare Lebenszeit für heute verschwendet. Und morgen beginnt der Tag schon um 8. Hatte ich bereits erwähnt dass ich ne fast einstündige Anreise habe? Zeit, früh zu Bett zu gehen.
Pünktlich um 10 finde ich mich also ein im neuen "Klassenraum", den ich mir jetzt mit 11 anderen Personen teile. Ein Namensschildchen weist mir meinen Platz zu, eine Begrüßungsmappe voll mit Informationen liegt auch parat. Zwei Arbeitsleiter begrüßen uns, stellen sich vor und geben einen groben Überblick. Dann stellen wir uns selbst vor, einer nach dem anderen. Und da beginnt das Elend, merkt man jetzt doch mit was für Gestalten man hier in einer Gruppe ist. Die Bandbreite reicht von arbeitsunfähigen Krankenschwestern, die die Art und Umstände ihres Ausscheidens aus dem Berufsleben en detail schildern müssen. Und natürlich gibt es keine Eieruhr oder Buzzer, die dem ganzen Einhalt gebieten würden. Die Kandidaten mit zig abgebrochenen Ausbildungen, der arbeitsunfähige Gas-Wasser-Scheiße Fachmann und ein mathematikunfähiger Möchtegern Immobilienkaufmann machen das Ganze nicht besser. Weiteratmen und die Augen bloß nicht öffentlich verdrehen. Nach gefühlt einer Stunde wird dann über ein äußerst heiteres Thema diskutiert: Die Insolvenz dieser Einrichtung (oder sollte man besser sagen Anstalt? Aber nein, ich will dem geneigten Leser noch nichts vorwegnehmen). Aha, jetzt soll ich also eine Berufsfindung mit vll. anschließenden Ausbildung in nem Laden machen, der offenbar gerade am Finanztropf hängt und kurz vorm Abnippeln steht. Ähem. Aber bevor es soweit ist fülle ich noch diverse Formulare aus. Alter, Familienstand, Ausbildung, Berufsweg, medizinische Probleme. Es ist ja nicht so, als hätte ich diese Sachen nicht bereits drei Wochen vorher ausgefüllt und dahin geschickt. Oder meinen Lebenslauf da abgegeben. Papierwahnsinn deluxe. Ich sag nur Insolvenz. Ich als alter BWLer sehe da gerade deutlichen Optimierungsbedarf. Aber das soll ja nicht meine Aufgabe sein.
Dann schließe ich mich lieber erstmal dem "Rundgang" an, nen bißchen frische Luft kann ja nicht schaden. Der endet allerdings schon bei der Kantine im Nebengebäude. Is ja auch schon 11:45, höchste Zeit fürs Essen. Die Pausen (Frühstückspause 9:30-10:00 und Mittagspause 11:45-13:00) müssen streng eingehalten werden. Gegen die kulinarische Darbietung lässt sich nichts sagen, gute Kantinenkost, gute Auswahl, jeder darf sich so viel und so oft nehmen wie er mag (ich will ja nichts sagen, aber ich sehe da schon wieder Optimierungspotential). Zurück gehts in den Raum, noch ein paar Formulare ausfüllen (wo man sich gerade warmgeschrieben hat, wer schreibt der bleibt und so). Und diese Formulare werden zu allem Ünberfluss auch noch kopiert! Was ist denn mit dem Regenwald? Insolvenz? Naja, nur so ein paar Gedanken.
Und schwups ist es fast 14:00, die Infoveranstaltungen zu den Berufen, die hier vor Ort ausgebildet werden, beginnnen. Tja, und da leider nichts Relevantes dabei ist, gehe ich einfach eigenmächtig nach Hause. Genug kostbare Lebenszeit für heute verschwendet. Und morgen beginnt der Tag schon um 8. Hatte ich bereits erwähnt dass ich ne fast einstündige Anreise habe? Zeit, früh zu Bett zu gehen.
Kristin248 - 17. Jun, 19:27
