28
Jun
2013

Tag 10 Die Titanic sinkt

Freitag, Ende der Woche. Und ich habs mal wieder geschafft. Habe dem ganzen konglomerierten Wahnsinn dieser Anstalt getrotzt. Und konnte zumindest einen Teil meiner Gehirnzellen retten. Is doch schonmal was. Immer schön bescheiden bleiben. Sich mit wenig zufrieden geben. Auch eine Erkenntnis die ich hier gewonnen habe. Weniger ist manchmal mehr. Weniger Hirn, weniger Gedanken, weniger Probleme. Oder auch: kein Hirn, kein Schmerz.

Apropos Schmerz. Heute kommt endlich das von mir so lange herbeigesehnte Referat meines Lieblingskommilitonen. Der gestern so ne offensive Kritik übte. Der im Glashaus sitzt und nen Stein in der Hand hält. Da kann man dann ja Großes erwarten. Folie 1 zumindest schickt einen schonmal ins Nirvana der Farben. Das Muster führt zu leichter Übelkeit, vielleicht Taktik damit man da nicht so lange und intensiv hinkuckt? Folie 2 bringt dann die 80er Jahre mit all ihren Neonfarben zurück. Augenkrebs. Das wars dann wohl mit der Optikerkarriere. Ich befürchte ich muss augenblicklich erblinden. Wäre für den Moment auch ganz angenehm. Muss man das Elend nicht sehen. Nen akuter Hörsturz wäre jetzt auch von Vorteil, referiert der besagte Fraggle doch in mindestens 5 Oktaven ohne Punkt und Komma. Konzept ist auch nicht dabei. Aber was solls. Hauptsache er weiß wies geht. Technischer Produktdesigner will er also werden (juhu, endlich ein Freiwilliger!) und in der Autoindustrie großes stemmen. Man kann ja auch erst die Ausbildung machen, dann studieren und dann sogar Professor werden. Alle Achtung, denn man tau. Und so richtig mit Ingenieuren zusammenarbeiten. Und natürlich auch hier wieder richtig Geld verdienen. Ist schon nen wichtiger Job, wie er sodann an nem praxisnahem Beispiel ausführt. Weiß man doch bis heute nicht, wer schuld am Untergang der Titanic gewesen ist. Der Steuermann, der Ingenieur oder der technische Zeichner. Ach ja die Titanic, verrückte Sache das. Würde man mich fragen würde ich sagen, er ist gerade mit seinem eigenen Schlauchboot mit wehenden Fahnen untergegangen. Aber mich fragt natürlich wieder mal keiner.
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Berufsfindung oder der Weg zur geistigen Schwerelosigkeit

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