Tag 13 Ich dreh am Rad
Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der Ankunft in meiner kleinen heimeligen Werkstatt heute habe ich die Qual der Wahl. Federdraht biegen oder nen Fahrrad bespannen. Da ich mit dem Draht auf Kriegsfuss stehe, nehme ich lieber das Rad. Bin ich wenigstens beschäftigt. Alle Speichen raus, und wieder zusammensetzen. Und ausrichten. Strukturiertes Arbeiten, genau mein Fall.
Um 10 dann der nächste Programmpunkt. Die Integrationsbeauftragte stellt mit i plus vor. Bisher kannte ich bloß e plus. Integrationsmaßnahme. Worin soll ich denn integriert werden. In die Gesellschaft. In die Anstalt. Mir schwant Böses. Und Tatsache, es ist natürlich nicht das Richtige für mich. Die ersten zwei Wochen verbringt man dann nämlich wieder in diesem Auffangbecken der geistig minderbemittelten und Hilfesuchenden. Erstmal testen. Medizinisch. Psychologisch. Arbeitspädagogisch. Und nein, das ist überhaupt nicht redundant. Dann geht es 8 Wochen lang ans Eingemachte. Arbeiten am PC, es wird mit WORD angefangen. Völlig verrückte Sache. Word, ich habe Angst. Danach sucht man sich dann eigenständig nen Praktikumsplatz und mit viel Glück und wenig Verstand übernehmen die einen dann in den kommenden 10 Monaten. Wenn nicht (die meiner Meinung nach wahrscheinlichere Variante, bin halt nen pessimistischer Realist), dann ist man halt arbeitslos. Und hat keinen Anspruch mehr auf irgendwas. Tolle Wurst. „Ist das eine Option für Sie“. Auf gar keinen Fall. Danke fürs Gespräch. Und dafür das wieder ein Fragebogen unnütz ausgefüllt und anschließend vernichtet wurde. Wieder ne halbe Stunde meiner kostbaren Lebenszeit verschwendet. Naja, hab ja hoffentlich noch nen paar Jahre vor mir.
Dann lieber wieder am Rad schrauben. Vielleicht wird aus mir doch noch nen Zweiradmechaniker. Mir stehe die Welt offen sagt der Werkstattleiter. Ja dann, werde ich genau diese ab nächster Woche wieder erobern.
Um 10 dann der nächste Programmpunkt. Die Integrationsbeauftragte stellt mit i plus vor. Bisher kannte ich bloß e plus. Integrationsmaßnahme. Worin soll ich denn integriert werden. In die Gesellschaft. In die Anstalt. Mir schwant Böses. Und Tatsache, es ist natürlich nicht das Richtige für mich. Die ersten zwei Wochen verbringt man dann nämlich wieder in diesem Auffangbecken der geistig minderbemittelten und Hilfesuchenden. Erstmal testen. Medizinisch. Psychologisch. Arbeitspädagogisch. Und nein, das ist überhaupt nicht redundant. Dann geht es 8 Wochen lang ans Eingemachte. Arbeiten am PC, es wird mit WORD angefangen. Völlig verrückte Sache. Word, ich habe Angst. Danach sucht man sich dann eigenständig nen Praktikumsplatz und mit viel Glück und wenig Verstand übernehmen die einen dann in den kommenden 10 Monaten. Wenn nicht (die meiner Meinung nach wahrscheinlichere Variante, bin halt nen pessimistischer Realist), dann ist man halt arbeitslos. Und hat keinen Anspruch mehr auf irgendwas. Tolle Wurst. „Ist das eine Option für Sie“. Auf gar keinen Fall. Danke fürs Gespräch. Und dafür das wieder ein Fragebogen unnütz ausgefüllt und anschließend vernichtet wurde. Wieder ne halbe Stunde meiner kostbaren Lebenszeit verschwendet. Naja, hab ja hoffentlich noch nen paar Jahre vor mir.
Dann lieber wieder am Rad schrauben. Vielleicht wird aus mir doch noch nen Zweiradmechaniker. Mir stehe die Welt offen sagt der Werkstattleiter. Ja dann, werde ich genau diese ab nächster Woche wieder erobern.
Kristin248 - 3. Jul, 08:54
